Alternativer Stadtrundgang mit Hinz & Kunzt

Hamburg mit anderen Augen sehen

Ein paar EHA Mitarbeiter(innen) haben im Zuge einer Aktion des EHA Teams für Unternehmensverantwortung am 04.07.2016 an einem Stadtrundgang von Hinz & Kunzt durch Hamburg teilgenommen.

Alternativer Stadtrundgang mit Hinz

Geführt wurden Sie von einem ehemaligen Obdachlosen. Er zeigte Ihnen besondere Orte und erzählte seine Geschichte von den Straßen Hamburgs.

Eine Kollegin schildert stellvertretend für die anderen, in Ihrem Erfahrungsbericht, warum ihr die Aktion so gut gefallen hat, was sie erfahren hat und warum sie immer wieder mitgehen würde:

Der etwas andere Stadtrundgang

"Hamburg aus einer anderen Perspektive sehen - Bahnhofsmission statt Rathausmarkt, Tagesaufenthaltsstätte statt Alsterpavillon, Stützpunkt Caritas statt St. Michaelis Kirche.

Dieser Stadtrundgang macht etwas mit dir. Er bringt dich wieder ein wenig auf den Boden zurück und lässt dich vieles aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Das Jammern über das frühe Aufstehen, weil wieder ein Arbeitstag beginnt, über „schon wieder Montag“, über zu wenig Geld, zu viel Arbeit, zu wenig Urlaub usw.

Das alles verliert an Wichtigkeit, wenn man sich zwei Stunden Zeit nimmt und sich die Stadt aus Haralds Perspektive zeigen lässt."

Ein Leben in zwei Stunden erzählt von Harald.

"Angefangen mit einer unschönen Kindheit, einem schwierigen Elternhaus und einer gescheiterten Ehe zogen sich Drogen und Alkohol durch das Leben von Harald. Es kam zu Scheidung, Rauswurf und plötzlich fand Harald sich auf der Straße wieder. Auf alle Schicksalsschläge folgten lange Jahre Drogenabhängigkeit, Alkoholsucht, Diebstahl und letztlich ein Gefängnisaufenthalt. Aber auch dieser Aufenthalt konnte nicht beim Entzug helfen, er wurde rückfällig. Hilfe und Unterstützung fand er glücklicherweise später bei Hinz & Kunzt.

Wusstet ihr, was einen Obdachlosen am meisten zu schaffen macht? - Der Schlafmangel. Ein Obdachloser hat sein ganzes Hab und Gut immer bei sich und Diebstahl unter Obdachlosen ist ein großes Thema. "Mit Alkohol wird alles erträglicher", sagt Harald. "Das ist der Grund warum wir am nächsten Morgen weiter trinken. Man fühlt sich einfach besser."

Was ein Obdachloser als Erstes macht, wenn er eine Wohnung hat? Er kocht - Harald hat sich in den ersten beiden Monaten in seiner neuen Wohnung morgens und mittags Rührei mit Schinken und Speck zubereitet."

Ich ziehe meinen Hut.

"Heute hat Harald seine eigene Wohnung, eine Entgiftung hinter sich und trinkt seit 12 Jahren keinen Alkohol und nimmt keine Drogen mehr. Er hat einen Job bei Hinz & Kunzt und er hat eine Hündin die ihm die Einsamkeit erträglicher macht. Weder zu seiner Ex-Frau, noch zu seinen Kindern hat er noch Kontakt. Das akzeptiert er.

Die Stadtführung kann ich nur weiterempfehlen."

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