Die Sparda-Bank Hamburg profitiert von transparenten Energiedaten – Verbräuche kennen, Einsparungen realisieren

Nur wer seine Energieverbrauchsdaten genau kennt, kann signifikant sparen! Vorgemacht hat das die Sparda-Bank Hamburg eG, die seit mehreren Jahren erfolgreich Energiemanagement betreibt. Mit professioneller Unterstützung von EHA wurden Prozesse automatisiert und Komplexität beherrschbar gemacht. So wirkt die Digitalisierung des Bankensektors nicht nur im Kerngeschäft, sondern auch auf der Kostenseite.

Energiemanagement Sparda-Bank Hamburg
Bildquelle: Getty Images / John Wildgoose

Wir haben nachgefragt bei Nicole Fricke, Leiterin Bau- und Facility Management bei der Sparda-Bank Hamburg.

Frage: Frau Fricke, bitte schildern Sie die spezifischen Herausforderungen der Sparda-Bank Hamburg im Energiebereich.

NF: Die Sparda-Bank Hamburg unterhält in ihrem Geschäftsgebiet Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen 20 Filialen, drei Service-Center und 22 Geldautomaten-/SB-Standorte. Bei den einzelnen Standorten handelt es sich fast ausschließlich um angemietete Immobilien, die sich stark unterscheiden hinsichtlich der Gebäudestruktur. Das Spektrum reicht vom 60er Jahre-Haus bis zum Neubau. Für den Energiebereich bedeutet das sehr unterschiedliche Herausforderungen, im Grunde genommen muss jeder Standort für sich betrachtet werden.

Nicole Fricke, Leiterin Bau- und Facility Management Sparda-Bank Hamburg eG
Nicole Fricke, Leiterin Bau- und Facility Management Sparda-Bank Hamburg eG

Frage: Wie waren Sie aufgestellt vor der Zusammenarbeit mit EHA?

NF: Bis zum Jahr 2012 beschränkten sich unsere Aktivitäten auf Preisvergleiche der Lieferanten und gelegentliche Versorgerwechsel. Ein wie auch immer geartetes Energiecontrolling fand nicht statt. Das war auch gar nicht möglich, weil die Übersichtlichkeit fehlte. Die Abrechnungen über Verbräuche kamen jährlich und mit großem zeitlichem Abstand. Eine unbefriedigende Situation …

Frage: Gab es einen konkreten Anlass für die Sparda-Bank Hamburg, daran etwas zu ändern?

NF: Ja. Unser Vorstand hatte die Idee für einen Neuanfang im Energiebereich. Weil das Thema Nachhaltigkeit zu unserem genossenschaftlichen Verständnis passt, wurde damals die Klimaneutralität als Ziel ausgegeben. Dafür brauchten wir einen Energiedienstleister.

Frage: Wie lief der Auswahlprozess? Was qualifizierte EHA als Dienstleister für die Sparda-Bank Hamburg?

NF: EHA als Spezialist für Unternehmen mit filialisierten Strukturen war so etwas wie der natürliche Partner für die Sparda-Bank Hamburg. Besonders überzeugt hat uns das Angebot einer Lieferung aus einer Hand: Energielieferung (Grünstrom), Energiecontrolling und Energieberatung.

Frage: Mit welcher Prämisse starteten Sie die Zusammenarbeit mit EHA? Gab es konkrete Zielvorgaben?

NF: Die Vorgabe bezog sich allein auf den CO2-Ausstoß, der signifikant und andauernd reduziert werden sollte. Unser Wunsch war: acht Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2015 gegenüber dem Vergleichsjahr 2011. Daraus lässt sich natürlich auch ein monetäres Ziel ableiten. Allerdings sollten die Einsparungen unbedingt mit wenig-investiven Maßnahmen erreicht werden, denn auch die Wirtschaftlichkeit muss beachtet werden.

Frage: Wie profitiert die Sparda-Bank Hamburg von den Energieeffizienzmaßnahmen? Was wurde gemeinsam mit EHA erreicht?

NF: Der Erfolg hat uns überwältigt. Wir haben den Ausstoß der Treibhausgasemissionen von 2011 bis 2015 nicht um acht, sondern sogar um 19 Prozent gesenkt. Damit verbunden waren Stromeinsparungen in Höhe von 550 MWh, das entspricht sage und schreibe 25 Prozent unserer Verbrauchsmenge in 2016!

Der Messstellenbetrieb von EHA hat eine große Transparenz geschaffen über die Stromverbräuche. Tägliche Berichte halten uns auf dem Laufenden und bei Auffälligkeiten gibt es Alarmmeldungen. Wir merken sofort, wenn irgendwo ein Kältegerät defekt ist und können dann unverzüglich reagieren.

Frage: Ein nach außen gut sichtbares Ergebnis der Zusammenarbeit mit EHA ist das klimaneutrale Girokonto „Sparda Horizont“. Ist das ein kommerziell erfolgreiches Produkt oder eher ein Imagefaktor?

NF: Sowohl als auch. „Sparda Horizont“ hat als das erste klimaneutrale Girokonto Deutschlands für einiges Aufsehen gesorgt. Dies können wir deutlich an den wachsenden Sparda Horizont Mitgliederzahlen erkennen und es zeigt uns, dass wir den richtigen Weg gehen. Natürlich spielt Image auch eine große Rolle, aber ich denke in der heutigen Zeit ist der Nachhaltigkeitsgedanke schon in fast allen Unternehmen angekommen und gar nicht mehr so außergewöhnlich.

Frage: Wie bewerten Sie heute die Zusammenarbeit mit EHA?

NF: Das Verhältnis ist partnerschaftlich und sehr konstruktiv. Am meisten freut uns, dass EHA immer wieder Ideen hat und gute Vorschläge unterbreitet für weitere Optimierungen. Auch nach mehreren Jahren intensiver Zusammenarbeit lässt der Elan nicht nach. Aus der Arbeit heraus ergeben sich ständig Möglichkeiten und so kommen neue gemeinsame Projekte hinzu.

Frage: Uns interessiert Ihre persönliche Einschätzung zur Digitalisierung der Bankensektor in Bezug auf das Energiemanagement – wie steht die Sparda-Bank Hamburg im Branchenvergleich dar?

NF: Mit unserem Energiemanagement sind wir Innerhalb der Bankenbranche sicherlich weit vorn, zumindest im Bereich Strom. Aber auch hier stehen wir erst am Anfang von dem, was möglich ist. Wir wollen noch viel mehr erreichen.

Frage: Welche Pläne verfolgen Sie für die Zukunft, was genau wollen Sie noch schaffen im Energiebereich? Wo liegen die Chancen?

NF: Insbesondere im Bereich Wärme haben wir noch Luft nach oben. Hier ist es schwieriger mit wenig-investiven Maßnahmen Erfolge zu erzielen und man darf nicht vergessen, dass wir in den meisten unserer Standorte  Mieter sind und beschränkte Einflussmöglichkeiten haben. Aber wir arbeiten daran. In unserer Zentrale in Altona erneuern wir  gerade die Klimatechnik und kommen damit unseren Zielen im Energiebereich Strom einen sehr großen Schritt näher – der Einsparungseffekt wird enorm sein.

Mein Traum ist das intelligente, elektronische Management der gesamten technischen Betriebsausstattung aller Standorte. Aber wie gesagt: Alles bleibt immer im Rahmen der Wirtschaftlichkeit, wir sind schließlich eine Genossenschaftsbank und somit unseren Mitgliedern verpflichtet.

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