Die Digitalisierung der Energiewende – das Internet der Energie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland schreitet voran und der Atomausstieg ist längst beschlossene Sache. Im Zuge der Energiewende, forciert durch das im Jahr 2000 beschlossenen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), liegt der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen im Strommix mittlerweile bei über 35 Prozent. Bis 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Digitalisierung der Energiewende – das Internet der Energie
Bildquelle: EHA

Herausforderungen durch die Energiewende

Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt im Wesentlichen zwei Herausforderungen mit sich:

  1. Die Dezentralisierung der Energiequellen und
  2. die wetterbedingt schwankende Stromerzeugung bzw. -einspeisung aus Sonnen- und Windenergieanlagen.

Da immer mehr Haushalte und auch Unternehmen zum Beispiel auf Photovoltaik-Anlagen der Blockheizkraftwerke als innovative Energieversorgung setzen, werden diese Herausforderungen in den nächsten Jahren eher größer.

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Intelligente Messsysteme als Baustein der Energiewende

Um die immer größer werdende Menge an dezentral erzeugtem und wetterbedingt schwankendem Strom in den Strommarkt zu integrieren und mit dem vorhandenen Verbrauch zu synchronisieren, spielt der flächendeckende Einbau und Betrieb von intelligenten Messsystemen auf Erzeuger- sowie Verbraucherseite eine wesentliche Rolle.

Intelligente Messsysteme sind die Kommunikationsplattform im intelligenten Energienetz der Zukunft, die Stromangebot und -nachfrage in Einklang bringen und nachhaltig zu einer Senkung des Energieverbrauchs beitragen können.

Quelle: www.bmwi.de

Ziel ist der Aufbau eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid), in dem eine kommunikative Vernetzung und Steuerung aller Akteure des Strommarkts möglich ist.

Mit den alten mechanischen Stromzählern kann dies jedoch nicht geleistet werden. Entsprechend ist eine Erneuerung einer Vielzahl von Zählern notwendig.

Smart Grid – das Internet der Energie

Durch den Aufbau dieses Smart Grids für Deutschland soll der Strommarkt auf Dauer sowohl der dezentralen Einspeisung von Strom als auch den (unvorhergesehenen) Schwankungen bei der Stromeinspeisung durch regenerative Quellen gerecht werden.

Zusätzliche Ziele sind, dass

  1. das Stromangebot und die Nachfrage besser in Einklang gebracht werden sollen und
  2. der Stromverbrauch durch Verbrauchstransparenz in Summe gesenkt werden soll.

Um diese Entwicklung voran zu treiben, wurde im September 2016 das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet, dass das Mess- und Zählwesen in Deutschland umfassend neu geregelt hat.

Laut Gesetz müssen in den kommenden Jahren alte mechanische Zähler gegen intelligente Messsysteme ausgetauscht werden, die den Anforderungen des intelligenten Stromnetzes gerecht werden.

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