EDL-G -Novelle 2019 ist beschlossene Sache

Aktualisiert

Wie bereits im EHA Jahresausblick zur deutschen Energiewirtschaft in 2019 angekündigt, hat der Bundestag jetzt die Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) verabschiedet.

EDL-G -Novelle ist beschlossene Sache: Inkrafttreten bis Oktober 2019
Bildquelle: iStock

Die Änderungen zielen vor allem auf die Pflicht zum regelmäßigen Energieaudit für Unternehmen, die keine KMU sind.

Energieaudit Pflicht - Einführung einer Bagatellschwelle

Das EDL-G gilt für alle Unternehmen mit Nicht-KMU Status (Unternehmen ab 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. € und einer Jahresbilanzsumme von mehr als 43 Mio. €).

Um unwirtschaftliche Energieaudits zu vermeiden, wird für die Nicht-KMU mit geringen Energieverbräuchen eine Bagatellgrenze eingeführt. Wer in den zwölf Monaten vor dem Energieaudit einen Gesamtenergieverbrauch von höchstens 500.000 kWh hatte, braucht kein vollständiges Energieaudit durchzuführen. Diese Unternehmen müssen gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erklären, dass ihr Verbrauch unterhalb der neuen Grenze liegt und dieses mit ausgewählten Basisdaten auch nachweisen.

Achtung: Die neue Bagatellgrenze soll nicht rückwirkend gelten!

Umfangreiche Meldepflicht über durchgeführte Energieaudits

Neu ist auch die Meldepflicht für alle Nicht-KMU-Unternehmen über das durchgeführte Energieaudit. Diese Meldung beim BAFA muss unmittelbar nach Abschluss des Audits erfolgen. Die Meldepflicht beinhaltet Angaben zum Unternehmen, zum Energieauditor, zum Gesamtenergieverbrauch und zu bestehenden Kosten, aufgeschlüsselt nach Energieträgern. Darüber hinaus müssen weitere detaillierte Ergebnisse des Energieauditberichts gemeldet werden.

Unternehmen unterhalb der Bagatellgrenze müssen neben der Erklärung, unterhalb der Grenze zu liegen, Angaben zum Gesamtenergieverbrauch und zu den Kosten aufgeschlüsselt nach Energieträgern machen.

Höhere Anforderungen an den Energieauditor

Um die Qualität der Energieaudits zu erhöhen, werden die Anforderungen an die fachliche Qualifikation des Energieauditors erhöht. Diese müssen zukünftig beim BAFA registriert sein und gegenüber der Behörde regelmäßige Fortbildungen nachweisen.

Um die Anforderungen an Wiederholungsaudits zu konkretisieren, hat das BAFA im Februar 2019 ein überarbeitetes Merkblatt für Energieaudits, sowie erstmalig einen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten veröffentlicht. Das Merkblatt ist hier zu finden.

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