Die EEG-Umlage - Finanzierung der Energiewende

Die sogenannte „EEG-Umlage“ ist in den letzten Jahren Bestandteil vieler Diskussionen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Umlage ein maßgeblicher Bestandteil des aktuellen Strompreises ist.

EEG-Umlage - Erneuerbare-Energien-Gesetz
Bildquelle: iStock

Der Ursprung der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage wurde bereits im Jahr 2000 durch die Regierung Schröders eingeführt. Der Name entspringt dem "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG), welches den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern soll und damit wichtiger Treiber der Energiewende ist. Also dem Weg von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien.

Die EEG-Umlage finanziert die Energiewende

Mittels der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Prinzipiell muss jeder Stromverbraucher die EEG-Umlage über den Strompreis mitbezahlen. Die Umlage wird also, wie weitere diverse Stromumlagen auch, auf den reinen Energiepreis draufgeschlagen bzw. über den Strompreis auf den Endverbraucher umgelegt. Endverbraucher sind in diesem Sinne auch Unternehmen.

Warum es dieses Prozedere gibt, wird deutlich, wenn man sich den Weg des Stroms vom Produzenten zum Endverbraucher anschaut und die Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz hinzuzieht.

Der Weg der erneuerbaren Energien zum Endverbraucher

Vereinfacht gesagt funktioniert das Ganze wie folgt: Auf der einen Seiten dürfen Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energien, also zum Beispiel Strom aus Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse, den produzierten Strom garantiert in das Stromnetz einspeisen – die Betreiber solcher Anlagen werden entsprechend auch EEG-Einspeiser genannt. Hier spricht man von bevorzugter Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz. Diese Einspeisung wird durch das EEG garantiert.

Die Betreiber des öffentlichen Netzes sind auf der anderen Seite von der Regierung dazu verpflichtet, den Produzenten den Strom abzukaufen. Und zwar zu einem vorher festgelegten Preis – auch dies ist im EEG geregelt.
Anschließend verkaufen die Netzbetreiber den Strom an der Strombörse. An der Strombörse erhalten die Netzbetreiber allerdings nicht den Preis, den sie vorher an die Anlagenbetreiber gezahlt haben und würden somit eigentlich einen Verlust einstreichen. Da die Netzbetreiber aber zur Abnahme des Stroms verpflichtet sind, wird diese Differenz durch einen bundesweiten Topf ausgeglichen, welcher sich aus der EEG-Umlage speist.

Das EEG 2.0

Seit dem Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2010 hat sich im Hinblick auf die EEG-Umlage viel getan. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammen das "Erneuerbare Energien Gesetz 2017". Mit dem erneuerten Gesetz wird die nächste Phase der Energiewende eingeleitet.

Die Aktualisierung mit der größten Auswirkung ist, dass die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms ab Januar 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt wird. Diese Neuerung soll vor allem den Wettbewerb stärken, denn zukünftig gilt: Es wird derjenige gefördert, der am wenigsten für den Betrieb einer Erneuerbare-Energie-Anlage fordert.

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