Die EHA Geschäftsführung zum Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2016

Jan-Oliver Heidrich & Dirk Mithöfer im Interview

Seit Kurzem liegt der EHA Geschäftsbericht und Jahresabschluss der EHA für das Kalenderjahr 2016 vor. Jan-Oliver Heidrich und Dirk Mithöfer äußern sich im Zuge der Veröffentlichung in einem kurzen Interview.

Jan-Oliver Heidrich

Jan-Oliver Heidrich

Frage: Welche Herausforderungen hielt die Energiewende in 2016 für Großverbraucher bereit?

Jan-Oliver Heidrich: Die Unternehmen erlebten erneut steigende Strompreise verursacht durch die angehobene EEGUmlage, die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und die gestiegenen Netzentgelte. Letztere entwickeln sich wie in den Vorjahren regional sehr unterschiedlich, weil die Kosten für den Netzausbau immer dort getragen werden müssen, wo sie anfallen.

Frage: Können Sie die wichtigste energiepolitische Entwicklung des Jahres 2017 skizzieren?

Jan-Oliver Heidrich: Das Thema Finanzierung der Energiewende wird uns weiterhin begleiten. Die EEG-Umlage als größter Kostentreiber stieg zu Jahresbeginn auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde an und ihre Verteilung ist ungerecht. Außerdem müssen neben der Elektrizität auch die beiden anderen Sektoren der Energiewirtschaft Wärme und Verkehr stärker auf die Erneuerbaren setzen. Das System der Umlagefinanzierung ist einfach nicht mehr zeitgemäß und bei allen Akteuren reift inzwischen die Erkenntnis, dass wir ein neues Modell brauchen.

Frage: EHA betreibt Photovoltaikanlagen. Soll der Geschäftsbereich Energieerzeugung noch ausgebaut werden?

Jan-Oliver Heidrich: Generell wollen wir mehr Strom selber produzieren und dabei spielt es keine Rolle, ob die Energie aus Photovoltaikanlagen oder unseren Blockheizkraftwerken stammt. Die Erzeugung mit Windkraft wäre für uns ebenfalls eine interessante Option. Im Sinne einer Risikostrukturierung stellen wir das Geschäftsmodell auf die vier Säulen Handel, Beratung, Netzdienstleistung und eben verstärkt Erzeugung. Von der Energieerzeugung versprechen wir uns auch einen maßbeglichen Beitrag zum Geschäftsergebnis in Zukunft.

Dirk Mithöfer

Frage: EHA hat bilanziert. Wie bewerten Sie das Geschäftsjahr 2016?

Dirk Mithöfer: Offensichtlich hat sich unser Unternehmen sehr gut auf dem Markt behauptet. Beim Umsatz konnten wir einen ordentlichen Zuwachs verbuchen von über vier Prozent auf 584,5 Millionen Euro. Zugleich stieg der Jahresüberschuss um mehr als elf Prozent auf 8,21 Millionen Euro. Das kann sich sehen lassen.

Frage: Mit welchen Produkten konnte EHA auf einem hart umkämpften Markt gegen den Trend wachsen?

Dirk Mithöfer: Der Zugewinn neuer Kunden hat uns mehr Stromabsatz beschert und der Messstellenbetrieb ist zum Verkaufsschlager avanciert. Zudem hatten wir ein großes Beratungsprojekt im Bereich Energiemanagementsysteme.

Frage: Sie sprechen von der Zertifizierung des zentralen Energiemanagementsystems der REWE Group?

Dirk Mithöfer: Ja, das war ein toller Erfolg angesichts der besonderen Dimensionen und Herausforderungen des Projektes. Schließlich handelt es sich mit 4.800 Standorten und 150 betroffenen Unternehmen um eines der größten Energiemanagementsysteme überhaupt in Deutschland.

Frage: Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr ein?

Dirk Mithöfer: Wir wollen weiter profitabel wachsen. Positive Impulse verspreche ich mir zum Beispiel durch das Vorantreiben der Digitalisierung im Bereich Produkte, Dienstleistungen und Prozesse, hier können wir das Wachstum noch ausbauen. EHA ist bestens gerüstet, um die Erfolgsgeschichte auch in 2017 fortzuschreiben.

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