Erneuerungen des EDL-G – Zweite Runde der Energieaudits nach dem EDL-G

Wie bereits in dem EHA Jahresausblick für das Jahr 2019 angekündigt, steht dieses Jahr die zweite Runde der Energieaudits auf Grundlage des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) an.

Erneuerungen des EDL-G – Zweite Runde der Energieaudits nach dem EDL-G
Bildquelle: iStock

Im Vergleich zur ersten Runde der Energieaudits soll das EDL-G novelliert und damit eine Weiterentwicklung und Vereinfachung der gesetzlichen Regelungen verfolgt werden.

Um die Anforderungen an Wiederholungsaudits zu konkretisieren, hat das BAFA außerdem im Februar 2019 ein überarbeitetes Merkblatt für Energieaudits, sowie erstmalig einen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten veröffentlicht. Das Merkblatt findet sich hier.

Wir geben einen Überblick der noch ausstehenden Gesetzesänderung mit den drei wichtigsten geplanten Neuerungen aus dem Gesetzesentwurf.

Neues Kriterium zur Betroffenheitsbestimmung

Bisher gilt das EDL-G für alle Unternehmen mit Nicht-KMU Status. Als KMU gelten kleine bis mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € und einer Mitarbeiteranzahl von weniger als 250 Beschäftigten. Zur Diskussion steht, Unternehmen mit Nicht-KMU Status und einem jährlichen Energieverbrauch unter 400.000 kWh von der Verpflichtung zur Durchführung von Energieaudits zu befreien. Damit würde der Kreis der nicht-betroffenen Unternehmen weiter wachsen und viele Unternehmen mit geringen Energieverbräuchen wären nicht mehr betroffen.

Aktive Nachweispflicht

Während es bisher ausreichend ist, den Nachweis über eine abgenommene Prüfung eines Energieaudits dem zuständigen Bundesamt auf Anfrage vorzuzeigen, muss dieser Nachweis zukünftig vermutlich proaktiv durch eine Registrierung im Onlineportal bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hochgeladen werden.

Höhere Anforderungen an den Auditor

Um die Qualität der Energieaudits zu erhöhen, sollen die Anforderungen an die fachliche Qualifikation des Auditors, der das Energieaudit in einem Unternehmen durchführt, angehoben werden. So müssten zukünftig eine Mindestanzahl an Schulungen, an welchen der Auditor teilgenommen hat, nachgewiesen werden. Das BAFA behält sich außerdem vor, bei mangelhafter Qualität eines Auditberichts, ein weiteres Energieaudit zu verlangen, welches eine andere Person durchführen muss als diejenige, die das erste Energieaudit verantwortet hat.

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