Grüne Fernwärme für die Wärmewende: Potential, Maßnahmen & Herausforderungen

Grüne Fernwärme für die Wärmewende

Mit dem Ausstieg aus der Kohle rückt die Fernwärme weiter in den Fokus. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des BDEW wird in urbanen Ballungsräumen die grüne Fernwärme als klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2050 stark an Bedeutung gewinnen.

Denn wenn es um eine Energiewende geht, geht es zwangsläufig nicht ohne Wärmewende. Und ersteres hat bereits ein paar mehr Erfolge zu verzeichnen. Damit die Wärmewende größere Fortschritte machen kann, muss eine klimaneutrale Alternative her.

Grüne Fernwärme: Die Alternative in der Wärmeversorgung

50 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland wird durch die Wärmeversorgung verursacht. Daher ist die Nutzung grüner Wärmenetzte für die Dekarbonisierung dieser bedeutend. Von großer Wichtigkeit bei dieser Umstellung werden Technologien wie Großwärmepumpen und Solarthermie, ebenso wie grüner Wasserstoff, Geothermie und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf der Basis von Biomasse sein.

Aktuell wird noch zu viel Fernwärme durch Kohle oder Gas erzeugt. Auch grüne Wärmenetze sind eher Mangelware. Damit die grüne Fernwärme ausgebaut werden kann, müssen die Wärmenetze effizient umstrukturiert werden. Denn Fernwärme wird in hohen Temperaturen durch die Netze und gedämmte Leitungen an Gebäuden verteilt. Klimafreundliche Alternativen wie die grüne Fernwärme brauchen jedoch keine hohen Temperaturen. Dadurch wird eine Reduzierung der Netztemperatur erforderlich. Aber um das zu ermöglichen, müssen größere Umbaumaßnahmen erfolgen.

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Förderung für grüne Fernwärme

Die EU-Kommission hat Beihilfen erlaubt, sodass Betreiber zukünftig Zuschüsse erhalten. Knapp 3 Milliarden Euro sollen in den nächsten 6 Jahren in die Förderung grüner Fernwärme investiert werden. Damit soll die Energiewende gefördert werden, indem Betreiber Anreize geliefert bekommen, künftig auf erneuerbare Energien in der Fernwärmeproduktion zu setzen.

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Das Potential grüner Fernwärme: Was es für die Umsetzung benötigt

Die Realisierung grüner Wärmenetze für ökologische Wärme ist alles andere als leicht, birgt aber enormes Potential. Laut EU-Kommission können mit der Umstellung auf grüne Fernwärme etwa vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Trotz grüner Fernwärme bleibt es wichtig, Gebäude entsprechend zu dämmen. Außerdem müssen in bestehenden Wärmenetzen folgende Faktoren erfüllt werden:

  • Vorhandene Abwärmepotentiale in Netzgebieten müssen genutzt werden
  • Fossile Brennstoffe müssen ersetzt werden. Beispielsweise durch Biogas, grünen Wasserstoff oder synthetische Treibstoffe
  • Solarthermie sollte in den Wärmespeicher eingebunden werden
  • Geothermie sollte, wenn möglich, eingebunden werden
  • Ältere Gebäude müssen bei der Wärmedämmung auf den aktuellen Stand gebracht werden

Außerdem wird von der Studie empfohlen, dass die Wärmelieferverordnung angepasst werden sollte. Aktuell hindert diese den Umstieg auf grüne Fernwärme und damit auch die Wärmewende.

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