Klimawandel & CO2-Diskussion – Unternehmen können helfen

Der Klimawandel und die CO2-Diskussion stehen seit einigen Jahren mehr und mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Aus diesem Grund werden auch Klimaschutzstrategien für Unternehmen erfreulicherweise immer häufiger Thema.

Klimawandel
Bildquelle: iStock / SeppFriedhuber

Die Sache mit dem Klimawandel

Wenn ich gefragt werde, was ich beruflich mache und darauf antworte, dass ich Unternehmen berate klimafreundlich(er) zu werden, folgt drauf häufig die Bitte die Sache mit dem Klimawandel kurz zu erklären. Dies stellt mich jedes Mal aufs Neue vor eine Herausforderung, denn es handelt sich um ein Phänomen, das seit Jahrzenten erforscht wird.

Ein Thema von besonderer Bedeutung

Laut einer Veröffentlichung der NASA erlebt „die Welt den vierwärmsten Juni in Folge innerhalb der letzten 137 Jahre“, d.h. seitdem es moderne Datensammlung gibt. Alleine durch solche Schlagzeigen, die man in letzter Zeit immer häufiger liest, wird die besondere Bedeutung des Themas klar.

Dass solche Forschungen stattfinden bzw. einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, liegt maßgeblich am Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Der Weltklimarat IPCC ist eine Institution der Vereinten Nationen, der Wissenschaftler aus der ganzen Welt angehören die den jeweils neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel bekennen.

Nach dem IPCC ist die aktuelle Erderwärmung deshalb so von Bedeutung, weil ein Großteil davon äußerst wahrscheinlich das Ergebnis einer vom Menschen ausgeübten Tätigkeit ist. In diesem Zusammenhang bedeutet „äußerst wahrscheinlich“ laut IPCC, dass es sich dabei um eine mehr als 95%ige Wahrscheinlichkeit handelt.

Wenn man mit solchen Aussagen seitens Klimawissenschaftler konfrontiert wird, kann dann überhaupt noch darüber gestritten werden, ob unser Tun einen Einfluss auf die Erderwärmung hat? Es lohnt sich an dieser Stelle die historische und aktuelle Entwicklung der atmosphärischen CO2-Konzentration anzuschauen:

Klimawandel und die Entwicklung der CO2-Konzentration
Daten von: https://climate.nasa.gov/evidence/ letzter Abruf am 14.08.2017

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt

Zusammenfassend lag der atmosphärische CO2-Gehalt jahrhundertelang unter dem Niveau von 300 ppm (parts per million). Mitte 1950er Jahre hat sich das Bild deutlich verändert. Aktuell liegen wir schon bei über 400 ppm.

Dieser Wert scheint abstrakt, aber um diesen zu verstehen reicht es zu wissen, dass wenn die Erderwärmung auf 2°C begrenzt werden soll, darf nach Angaben des Weltklimarats IPCC dieser 450 ppm nicht überschreiten. Laut Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint Network trägt der aktuelle Carbon Footprint zu einer Erhöhung von 2 bis 3 ppm pro Jahr bei. Das bedeutet, dass wenn wir beim „business as usual“-Szenario bleiben, dauert es pauschal lediglich etwa 20 Jahre bis die Erderwärmung auf über 2°C ansteigt.

Was bedeutet eine Erderwärmung von über 2°?

Die Folgen wären gravierend; u.a. würden extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, starke Stürme und Unwetter noch häufiger auftreten. Auch das Abschmelzen der Eisschilde Grönlands und der westlichen Antarktis wäre höchstwahrscheinlich unumkehrbar und würde zur weiteren Steigerung des Meeresspiegels führen. Zudem würde sich die Wasserknappheit verbreiten und es käme zu weiteren Verlusten in der biologischen Vielfalt.

Die Schlagzeilen der letzten Jahre waren nicht immer negativ. Insbesondere Ende 2015 gab es Hoffnung; 195 Länder einigten sich erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen in Paris um die durchschnittliche Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Darauf folgte Mitte 2017 die Enttäuschung– die Erklärung des Präsidenten Donald Trump, die USA steige aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus.

Dieser Entschluss des US-Präsidenten hat jedoch viele Länder wachgerüttelt und motiviert. Gemeinsam soll nun noch mehr für den Klimaschutz getan werden um zu versuchen das fehlende Engagement der USA zu kompensieren.

Aktuell erleben wir weltweit viel Bewegung in diese Richtung:

  • 790 Gouverneure, Unternehmen, Investoren, Colleges und Universitäten in den USA unterzeichneten eine Deklaration „Wir sind noch dabei“ mit der Versprechung konkrete Ziele zu unternehmen, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
  • Viele Unternehmen setzen sich wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele, d.h. Ziele in Übereinstimmung den Temperaturanstieg auf unter 2°C zu halten.

Klimawandel ist größte Sorge der Deutschen

Die Deutschen sind hinsichtlich des Klimawandels bereits sensibilisiert. Denn die aktuelle Umfrage des Instituts Kantar Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe hat ergeben, dass die größte Sorge der Deutschen der Klimawandel ist.

Umso wichtiger ist es, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Kennen Sie Ihren Carbon Footprint? Oder haben Sie bereits ein Science Based Target?

Die gute Nachricht ist, dass Sie und Ihr Unternehmen Einfluss haben.

Wissen Sie z. B. was der Carbon Footprint bzw. der CO2-Fußabdruck Ihres Unternehmens ist und kennen Sie die Möglichkeiten diesen zu reduzieren?

Oder sind Sie schon weiter und möchten ein Science Based Target, d.h. ein wissenschaftsbasiertes Emissionsreduktionsziel im Einklang mit der Einhaltung des <2°C-Limits setzen?

Sowohl den Anfängern als auch den Fortgeschrittenen im Thema Klimaschutz stehen die Experten der EHA hierbei gern unterstützend zur Verfügung und geben wertvolle Tipps – sprechen Sie uns an.

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