Kohlekommission beschließt Kohleausstieg – Notwendiger Strukturwandel, doch wer trägt die Kosten?

Seit kurzem ist der Kohleausstieg Deutschlands beschlossene Sache. Im Jahr 2038 soll auch das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland vom Netz genommen werden.

Kohlekommission beschließt Kohleausstieg – Notwendiger Strukturwandel, doch wer trägt die Kosten?
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Mit dem von der Kohlekommission beschlossenen Ausstieg soll vor allem der Klimaschutz vorangetrieben werden, um die Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen – die Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2050 um 85% gegenüber den Werten von 1990.

Der Fahrplan für den Kohleausstieg

Der beschlossene Fahrplan der Kohlekommission sieht einen Ausstieg in drei Schritten vor:

  1. Bis zum Jahr 2022 sollen erste Stein- und Braunkohlekraftwerke mit einer Leitung von rund 12,5 Gigawatt vom Netz genommen werden.
  2. Bis 2030 soll dann die Abschaltung weiterer Kraftwerke erfolgen, um noch einmal 13 Gigawatt einzusparen.
  3. Bis 2038 sollen dann auch das letzte Kohlekraftwerk vom Netz genommen werden.

Die Finanzierung des Kohleausstiegs

Der geplante Kohleausstieg bringt ambitionierte Aufgaben für die vom Ausstieg betroffenen Regionen mit sich. In den betroffenen Regionen muss es darum gehen, den Wohlstand und Arbeitsplätze gleichermaßen zu sichern. Was entsprechend finanziert werden muss.

Hierfür haben die 28 Mitglieder der Kohlekommission in ihrem Abschlusspapier Milliardenhilfen in Höhe von 40 Milliarden Euro für Beschäftigte, Regionen und Stromverbraucher vorgeschlagen. Die benötigten Geldmittel sollen aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt werden.

Jan-Oliver Heidrich, EHA Geschäftsführer
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Klimafreundliche Alternative zum Atom- und Kohlestrom durch EHA-Grünstrom

Als Energiedienstleister bietet die EHA schon seit über 20 Jahren eine klimafreundliche Alternative zum Atom- und Kohlestrom an. Der EHA-Grünstrom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, durch seine Nutzung entstehen weder CO2-Emissionen noch Atommüll. Was also hält der EHA Geschäftsführer Jan-Oliver Heidrich von den Ergebnissen der Kohlekommission? Wir haben ihn gefragt:

Der Plan der Kohlekommission läutet einen Strukturwandel ein. Die Einigung und daraus resultierende neue Klarheit sind positiv zu betrachten. Kritisch sehen wir, dass der Vorschlag wirkt, als hätten alle am Verhandlungstisch für sich das Beste herausgeholt. Wenn alle Gewinner sein wollen, bringt das aber in der Regel sehr hohe Kosten mit sich, bei denen es unklar ist, wer diese zu tragen hat. Aktuell erwarten wir, dass diese Last, denjenigen aufgebürdet wird, die nicht mit am Tisch saßen; die Verbrauchern und Steuerzahler.

Jan-Oliver Heidrich, EHA Geschäftsführer

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