Photovoltaik für Unternehmen: Nachhaltiger Strom aus Sonnenlicht

Aktualisiert

Photovoltaik: Erklärung, Funktion, Förderung

Was ist Photovoltaik? Wie umweltfreundlich ist die erneuerbare Energie wirklich? Wie können Unternehmen vom Ausbau von Photovoltaikanlagen in Deutschland profitieren?

Erfahren Sie alles zu Photovoltaik & Photovoltaikanlagen: Einfach erklärt, alles zu Funktionsweise, Aufbau und wichtigen Informationsquellen über Förderung bis hin zu Chancen für die Zukunft.

Was ist Photovoltaik?

Mit Photovoltaikanlagen wird Solarenergie in Strom umgewandelt. Eine dezentrale Energiequelle, mit der sowohl Unternehmen als auch Privathäuser Strom umweltfreundlich selbst produzieren können und dabei Kosten sparen. Durch die optimierten Leistungen und stetig steigenden Wirkungsgraden der Solarzellen, lohnt sich die Nutzung auch in Deutschland.

Photovoltaik als erneuerbare Energie ist ein bedeutender Schritt in Richtung Energiewende und Klimaschutz und somit unverzichtbar für eine nachhaltige Stromerzeugung. Durch die Nutzung wird in eine höhere Unabhängigkeit und eine zukunftsfähige Energieversorgung investiert.

Photovoltaik in Deutschland

Photovoltaikanlagen liefern einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs in Deutschland. Allein im Jahr 2020 deckte Photovoltaik ungefähr 9,2 Prozent des Brutto-Stromverbrauchs mit einer Stromerzeugung von 50,6 TWh – Tendenz steigend. Durch die Nutzung der Sonnenenergie wurden im letzten Jahr circa 227 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden.

Da immer mehr Unternehmen auf Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen setzen, treten Herausforderungen, wie die Dezentralisierung der Energiequellen sowie die wetterbedingt schwankende Stromerzeugung bzw. -einspeisung, vermehrt auf. Durch die Digitalisierung der Energiewende kann dem entgegengewirkt werden. Die Integration intelligenter Messsysteme spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Photovoltaik und Solarthermie: Das ist der Unterschied

Eins haben Photovoltaik und Solarthermie gemeinsam: Beide nutzen die Kraft der Sonne zur Energieerzeugung. Trotzdem gibt es bei beiden Konzepten der Energieerzeugung mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

Die Solarthermie erzeugt Wärme. Dafür fängt sie über Sonnenkollektoren Sonnenstrahlen ein, wodurch Flüssigkeit in Röhren erhitzt und zu Dampf wird und als solare Wärme im Speicher endet. So kann Heizenergie genutzt werden.

Photovoltaik erzeugt hingegen Strom und hat ein wenig mehr zu bieten. Denn Strom lässt sich vielseitiger einsetzen, unter anderem auch für Wärmepumpenheizungen.

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Strommix in Deutschland

Erneuerbare Energien sind in Deutschland neben Kohle, Atomkraft und Erdgas nur ein Teil der Energiequellen. Der Anteil von erneuerbaren Stromquellen steigt jedoch stetig. Mittlerweile besteht der deutsche Strommix zu mehr als 60 Prozent aus gewonnenem Strom aus Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse.

Nachhaltige Stromerzeugung: Photovoltaik vs. Windkraft

Ob mit Photovoltaik oder Windkraft oder einer anderen erneuerbaren Energie, es lohnt sich klimaneutral und nachhaltig Energie zu erzeugen. Am besten in Kombination.

Bisher gibt es in Deutschland ein ausgeprägtes Gefälle bei der Erzeugung der erneuerbaren Energien. Der Norden des Landes bietet eine leistungsstarke Windkraftproduktion entlang der Küsten von Nord- und Ostsee. Der Süden hingegen setzt vermehrt auf selbst produzierten Strom durch Photovoltaikanlagen. Doch Stromproduktion durch Windenergie benötigt nicht immer große Windränder, es gibt auch Mini-Windkraftanlagen, die dann einsetzen, wenn die Photovoltaikanlage beispielsweise keinen Strom produziert.

Sowohl Windkraft als auch Photovoltaik unterliegen starken witterungsbedingten Schwankungen. Der Vorteil von Windkraftanlagen ist, dass sie auch nachts Strom produzieren können und entgegen vieler Aussagen, genügt bereits eine schwache Brise von 6-11 km/h für die Stromproduktion. Beide Techniken entwickeln sich stetig weiter und verbessern ihre Stromproduktion auch bei weniger guten Bedingungen.

Photovoltaik: Vor- und Nachteile

+ Nachhaltige Stromerzeugung: Photovoltaik bedeutet nicht nur das Aus für Atom- und Kraftstrom, sondern auch ein Zugewinn an ökologisch erzeugtem Strom. Durch jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom reduziert sich gleichermaßen auch die Zahl des konventionell erzeugten Stroms. Ein Aufwind für die Energiewende und die Senkung von Emissionen.

+ Dezentrale Energieversorgung: Als dezentrale Energiequelle geht nichts an Strom durch Transport oder Spannung verloren.

+ Stromnetz entlasten: Da der produzierte Solarstrom genau da verbraucht werden kann, wo er erzeugt wird, kann sich der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz verringern. Das sorgt für eine Entlastung des Stromnetzes und somit müssen weniger neue Hochspannungsleitungen gebaut werden.

+ Stromkosten senken: Wer eine Photovoltaikanlage betreibt profitiert gleich doppelt. Zum einen reduziert sich die Stromrechnung durch die Einsparungen dank weniger zugekauftem Strom. Zum anderen gibt es für eingespeisten Strom ins öffentliche Netz eine Einspeisevergütung laut dem Gesetz für erneuerbare Energien.

+ Photovoltaik und Elektroauto: Elektromobilität wird auch immer beliebter. Wer Photovoltaik nutzt, kann auch über die Möglichkeit nachdenken sich eine eigene Zapfsäule zuzulegen und den produzierten Strom zum Aufladen des Elektroautos zu nutzen. Lohnenswert ist es allemal.

+ Photovoltaikmodule: Dank entsprechender Module, sind Photovoltaikanlagen ausbau- und erweiterbar und können mittlerweile auf unterschiedlichsten Flächen genutzt werden.

- Kosten für eine Photovoltaikanlage: Ein kleiner Nachteil sind die Anschaffungskosten. Diese sinken zwar stetig, dennoch ist aktuell für den Bau einer Photovoltaikanlage mit mehreren tausend Euro zu rechnen. Somit dauert es seine Zeit, bis sich die Amortisierung bezahlt macht.

- Stromschwankungen: Witterungsbedingt kann die Ausbeute an Strom schwanken. Eine Garantie für eine durchschnittliche jährliche Stromproduktion kann somit nicht gegeben werden. Die Technologie entwickelt sich aber ständig weiter, sodass Wirkung und Ertrag auch bei schlechten Verhältnissen optimiert werden.

- Flächennutzung: Der Flächenbedarf ist relativ hoch. Allerdings können Flächen genutzt werden, die bereits in Verwendung sind. Dadurch muss kein neuer Platz geschaffen werden.

Photovoltaik: Vorteile für Ihr Unternehmen

  • Günstiger Strom: Durch Photovoltaikanlagen wird günstigerer Strom produziert. Die eingesparten Kosten können in den laufenden Betrieb gesteckt werden.
  • Photovoltaikanlagen Förderung: Es gibt viele Förderungsmöglichkeiten, die den Bau einer Photovoltaikanlage noch lohnenswerter machen.
  • Planungssicherheit: Unternehmen, die auf Photovoltaik setzen, wissen was sie haben und bekommen.
  • Imagegewinn: Klimaschutz boomt und die Nachfrage nach klimaneutralen Produkten und Dienstleistungen wird immer größer. Durch den Einsatz von Photovoltaik steigt das Image eines Unternehmens.
  • Wartung und Verschleiß: Eine Photovoltaikanlage hat eine Lebensdauer von 20-25 Jahren. Während dieser Zeit ist mit kaum Wartungsarbeiten und Verschleiß zu rechnen. Lediglich beim Wechselrichter kann ein Austausch notwendig werden.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Die Basis der Erzeugung von Solarstrom ist der sogenannte photoelektrische Effekt. Dabei wird elektromagnetische Energie der Sonne durch Solarzellen in nutzbare elektrische Energie umgewandelt. Deshalb sind die Solarzellen auch meist auf dem Dach, da sich dort die Sonnenstrahlen am besten einfangen lassen. Von da aus wird der entstehende Stromfluss von den Solarzellen geleitet. Elektronen werden angeregt und setzen sich in Bewegung. Diese Bewegungsenergie erzeugt Strom – genauer gesagt Gleichstrom. Um Gleichstrom nutzen zu können, wird dieser durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt.

Eine Solarzelle reicht für die Produktion von Strom nicht aus, deshalb werden diese mit einem Photovoltaik Modul kombiniert. Diese Solarmodule bilden zusammen mit den Wechselrichtern die zwei zentralen Komponenten einer Photovoltaikanlage und erzeugen gemeinsam nachhaltigen Strom.

Monokristalline Solarzellen

Monokristalline Solarzellen sind weniger im Einsatz als polykristalline Solarzellen. Das liegt vor allem daran, dass sie anfällig für hohe Temperaturen sind und in den warmen Sommermonaten nicht die volle Leistung bringen können. Dafür bringen sie immer bessere Leistungen, wenn die Sonne oberhalb der Wolken ist und die Sonnenstrahlen nicht direkt auf die Solarzellen treffen.

Polykristalline Solarzellen

Polykristalline Solarzellen wirken genau entgegengesetzt. Sie sind temperaturunempfindlicher und werden deshalb gerne in Regionen nah des Äquators eingesetzt, arbeiten aber weniger wirkungsvoll bei diffusem Licht. In der Anschaffung sind sie günstiger, was die wirtschaftliche Amortisationszeit gegenüber monokristallinen Solarzellen reduziert. Auch in der energetischen Amortisationszeit haben die Module einen leichten Vorteil, da sie schneller die Energie erzeugen, die zu ihrer Fertigung notwendig war. Über ihren Lebenszeitraum verlieren polykristalline Solarzellen weniger Leistung als monokristalline.

Aufbau einer Photovoltaikanlage

Für den Aufbau einer Photovoltaikanlage sind sieben Bestandteile notwendig:

  • Das Solarmodul ist das wichtigste Teil einer Photovoltaikanlage und braucht ungefähr 1,7 Quadratmeter Platz. Die maximale Leistung beträgt derzeit etwa 350 Wattpeak. Durch die stetige Optimierung der Technik steigt der Wirkungsgrad weiter an. Ein Solarmodul besteht typischerweise aus 60 Solarzellen. Seit 2021 kommen vermehrt Module mit 120 Halbzellen zum Einsatz, wodurch sich die Stromproduktion um 4-5 Prozent erhöht. In einer Photovoltaikanlage kommen in der Regel mehrere Module zum Einsatz.
  • Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit der produzierte Strom auch genutzt werde kann. Technisch vollbringt der Wechselrichter eine hohe Leistung, die in der Nutzung aber nicht zu spüren ist. Je nach Größe der Photovoltaikanlage, wird auch die Größe des Wechselrichters angepasst. Dabei sollte der Wechselrichter niemals zu groß sein, da Photovoltaikanlagen auf etwa 70 Prozent der Wirkleistung begrenzt werden sollten. Ein MPP-Tracker – Maximum Power Point – ist im Wechselrichter integriert. In modernen Wechselrichter sind es sogar mehrere. Sie sorgen dafür, den optimalen Wirkungsgrad und den Punkt für die optimale Leistung zu finden. So sorgen sie dafür, dass die Leistung der Photovoltaikanlage stetig optimiert wird. Denn verändert sich der Strom, verändert sich auch die Spannung. Wenn die Sonneneinstrahlung steigt, steigt auch die Stromstärke.
  • Das Solarkabel gehört natürlich fest zum Aufbau dazu. Jedes Solarmodul hat zwei Solarkabel. Das Pluskabel wird mit dem Minuskabel des nächsten Moduls zusammengeschlossen. Verlängerungen gibt es am Anfang und am Ende des Kabels, wodurch diese vom Dach bis zum Wechselrichter im Anschlussraum reichen. Wichtig ist, dass die Kabel eine hohe Lebensdauer erreichen. Das ist vor allem dann möglich, wenn sie nicht auf den Dachziegeln aufliegen. Bei der Verkabelung in einer Photovoltaikanlage treten die meisten Fehler auf.
  • Die Unterkonstruktion ist dafür da, dass sich die Solarmodule auf dem Dach halten. Diese müssen neben dem Gewicht der Module auch die Windlast und ggf. die Schneelast tragen können. Dazu ist es notwendig die Unterkonstruktion in den tragenden Dachbalken zu verankern.
  • Ein Überspannungsschutz wird zwischen dem Solarkabel und dem Wechselrichter eingesetzt. Dieser ist verpflichtend und schützt den Wechselrichter vor Überspannung – zum Beispiel bei einem Blitzschlag. Auf Überspannung gibt es bei den meisten Herstellern von Wechselrichtern keinen Garantieanspruch mehr.
  • Stromzähler gibt es für Photovoltaikanlagen viele mit unterschiedlichen Aufgaben. Diese zählen den produzierten Strom, den eingespeisten Strom sowie den bezogenen Strom aus dem öffentlichen Netz. Zweirichtungszähler können sogar den bezogenen und eingespeisten Strom direkt saldieren und aufsummieren.
  • Anlagenüberwachung bzw. Monitoring ist Pflicht. Eine Photovoltaikanlage ist ebenso eine technische Anlage, bei der Probleme oder Störungen auftreten können. Auch wenn bei einer Photovoltaikanlage keine Wartung notwendig ist, schließt das technische Fehler im Laufe des Lebenszyklus‘ nicht aus. Die Anlagenüberwachung wird gemeinsam mit dem Wechselrichter geliefert. Über ein Online-Monitoring-Portal können die Erträge der Photovoltaikanlage beinahe live verfolgt werden, wobei auch die tagesaktuelle Stromeinspeisung gezeigt wird.

Diese Komponenten sind nicht zwingend notwendig, können aber für eine erhöhte Energieeffizenz der Photovoltaikanlage sorgen:

  • Strom- bzw. Solarspeicher werden immer wichtiger und sinnvoller, wenn der produzierte Strom auch im Unternehmen verbraucht werden soll. Der Strom einer Photovoltaikanlage muss ohne Stromspeicher direkt verbraucht werden oder wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit einem Stromspeicher ist die Stromnutzung von der Stromproduktion unabhängig. Ein gängiger Solarspeicher speichert zwischen 6 und 12 kWh zwischen.
  • Baterriewechselrichter sind Wechselrichter und Stromspeicher in einem und kombinieren beide Aufgaben.
  • Energy Meter ist ein intelligenter Stromzähler. Für ein nachhaltiges Energiemanagement entscheidet der Energy Meter wohin die Energie - aus beiden Richtungen – fließen muss:
    • In den Speicher oder aus der Batterie
    • Ins oder aus dem öffentlichen Stromnetz
  • Die Wallbox lädt das Elektroauto mit dem eigenen Strom. E-Mobility wird immer beliebter und Besitzer eine Photovoltaikanlage können mit der Wallbox noch klimafreundlicher werden.
Photovoltaikanlage auf freier Fläche

Photovoltaikanlage: Preise und Wirtschaftlichkeit

Was kosten Photovoltaikanlagen? Der Preis für eine Photovoltaikanlage ist abhängig davon, wie viel Geld in die einzelnen Bestandteile investiert wird. Allgemein werden Photovoltaikanlagen immer günstiger, da die Produktionskosten für Photovoltaikmodule ebenfalls sinken. Der durchschnittliche Wert für eine Investition in eine Photovoltaikanlage beläuft sich aktuell auf 1300 Euro pro kWp. Die Kosten stehen jedoch in Abhängigkeit mit der Anlagengröße. Unternehmen können Skaleneffekten nutzen und deutlich größere Anlangen auch deutlich günstiger realisieren. Zu den Investitionskosten zählen alle Kosten, die beim Kauf einer Photovoltaikanlage anfallen: einzelnen Module, Wechselrichter und Montagesystem, ebenso wie die Modulmontage und Inbetriebnahme.

Photovoltaik Vorbereitung: Wissenswertes

Bevor sich für eine PV-Anlage entschieden wird, sollten bestimmte Voraussetzungen geklärt werden. Sind Standort und verfügbare Fläche nutzbar und von Vorteil für eine produktive Stromerzeugung? Ist die Dachneigung für die Stromproduktion förderlich? Für welchen Typ der Photovoltaik Module wird sich am besten entschieden? Sind rund um die Fläche Objekte, die einen Schatten auf die Photovoltaikanlage werfen könnten? Sind die anfänglichen Investitions- und monatlichen Betriebskosten tragbar? Was kann an Einspeisevergütung und Fördermitteln gegengerechnet werden?

Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein?

Die Größe der Photovoltaikanlage ist abhängig vom Stromverbrauch. Durchschnittlich erzeugen 10 Quadratmeter Solarfläche etwa 1.000 Kilowattstunden. Der Bedarf kann in Zukunft wachsen, somit ist es von Vorteil nach dem Bau auch Fläche für einen eventuellen Anbau frei zu haben.

Ist mein Dach für eine Photovoltaikanlagen geeignet?

Nur Dächer mit einer 30 Grad Dachneigung und Ausrichtung nach Süden sind für eine Photovoltaikanlage geeignet? Dank der optimierten Leistung von Photovoltaikanlagen, müssen Unternehmen auf diese Richtwerte nicht mehr besonders achten. Der Ertrag funktioniert in alle Himmelsrichtungen. Wichtig ist, je weiter sich die Dachausrichtung von Süden entfernt, desto mehr macht es sich bezahlt die Module auf flachen Dächern zu montieren.

Für die gängigen Photovoltaikmodule eignen sich nahezu jede Dachform und -materialen. Dazu zählen:

  • Schrägdächer oder Flachdächer,
  • Ziegeldächer,
  • Metalldächer,
  • Walmdächer oder Trapezblech,
  • Dächer aus Folien und Bitumenbahnen.

Auch die Größe der Dachflächen ist unabhängig von der Möglichkeit eine Photovoltaikanlage zu montieren. Je größer die Fläche ist, desto mehr Solarmodule können angebracht werden. Da die Solarmodule immer effizienter werden, können auch kleine Dachflächen eine große Energiegewinnung gewährleisten.

Gut zu wissen: Auch wer die komplette Dachfläche für die Stromerzeugung nutzen möchte, sollte trotzdem einen Mindestabstand zur Brandschutzwand einhalten. Wird diese mit Modulen überbaut, wird ein unnötiges Risiko im Falle eines Feuers eingegangen.

Photovoltaikanlage montieren: Wie groß ist der Aufwand?

Besteht bereits grünes Licht für den Bau der Photovoltaikanlage, kann diese innerhalb weniger Tage montiert und ans Netz angeschlossen werden. Das liegt vor allem an dem hohen Standardisierungsgrad. Außerdem wird bei der Montage der Photovoltaikanlage wenig Lärm sowie Schmutz verursacht.

Ist eine Photovoltaikanlage genehmigungspflichtig?

Für die Installation einer Photovoltaikanlage ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Die baurechtlichen Bestimmungen variieren jedoch je nach Bundesland.

Photovoltaikanlage mieten: Lohnt sich das?

Während sich eine eigene Photovoltaikanlage nach etwa 6-10 Jahren, je nach Bedingungen, rentiert, gibt es auch die Möglichkeit eine Anlage zu mieten und früher zu profitieren. Die Photovoltaikanlage zu mieten, wird eine immer beliebtere Variante: Die Anschaffungskosten entfallen, die Mieter bekommen die Anlage montiert, regelmäßig gewartet und versichert. Die monatliche Miete variiert je nach Größe und somit Leistung der Photovoltaikanlage.

Mieterstrom: Kann ich Solarstrom an Mieter verkaufen?

Solaranlage auf der Mietanlage: Davon können Mieter und Vermieter gleichermaßen profitieren, ebenso wie die Umwelt. Für den Vermieter steigt der Wert der Immobilie und durch die Abnahme des Stroms durch die Mieter, finanziert sich die Investition. Für den Mieter muss die Stromabnahme günstiger ausfallen als beim Energieversorger.

Mieter und Vermieter können sich an einen Stromlieferanten wenden, sich beraten lassen und gemeinsam die Konditionen ausarbeiten. Für mehr Informationen wenden Sie sich gerne direkt an uns oder informieren Sie sich in unserem Beitrag zum Thema Mieterstrom.

Was ist ein Kilowatt-Peak?

Kilowatt-Peak (kWp) beschreibt die Spitzenleistung an Energie, die von einer Photovoltaikanlage unter Standardbestimmungen produziert werden kann. 1000 Watt ergeben ein Kilowatt.

Strompreise und Netznutzungsentgelte Photovoltaik

Vor allem für energieintensive Unternehmen stellt der stetige Strompreisanstieg eine Herausforderung dar. Die Stromproduzenten und -erzeuger, die Stromversorger, die Netzbetreiber und der Staat als regulierende Instanz bilden die aktiven Akteure am Strommarkt,  der sich auf die Entwicklung der Strompreise auswirkt.

Vor allem sind die EEG-Umlage – die mit 01.07.2022 abgeschafft wird – und Steuern ausschlaggebend dafür, dass sich der Strompreis seit 2000 mehr als verdoppelt hat.

Netznutzungsentgelte sind Teil der Stromrechnung. Diese werden erhoben, um die Kosten zu decken, die den Netzbetreibern aus der Bereitstellung der Netzinfrastruktur und dem Betrieb der Netze entstehen - zum Beispiel die Wartung und Instandhaltung. Aktuell ist die Höhe der Netzentgelte abhängig von den regionalen Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der Netze. Das ist besonders deutlich in den Regionen zu spüren, in denen hohe Investitionen für erneuerbare Energien getätigt worden sind. Damit der dort neu erzeugte Strom auch ins Netz eingespeist werden kann, bedarf es kostenintensiver Umbaumaßnahmen des Stromnetzes. Diese Kosten schlagen sich unmittelbar auf das Netznutzungsentgelt nieder.

Stromzähler Photovoltaik: Eigenverbrauch und Einspeisung berechnen

Um jeglichen produzierten, eingespeisten oder bezogenen Strom zu messen, gibt es in Photovoltaikanlagen verschiedene Stromzähler mit unterschiedlichen Aufgaben:

  • Der Ertragszähler misst den gesamten Strom, der in der Photovoltaikanlage produziert wird.
  • Der Einspeisezähler misst vom produzierten Strom nur den Anteil, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Je nach Höhe der Einspeisung, wird dies entsprechend vergütet.
  • Der Bezugszähler misst die Menge Strom aus dem Stromnetz bezogen wird.
  • Ein Zweirichtungszähler kombiniert die Messungen des Einspeise- und Bezugszählers, ermittelt die Werte jedoch weiterhin getrennt voneinander.
  • Saldierende Zähler, wie der Ferraris-Zähler, sind Zweirichtungszähler, die den Strom über mehrere Phasen hinweg messen und aufsummieren. So kann der produzierte Strom optimal genutzt werden.

Photovoltaik: Eigenverbrauch berechnen

Mit einer Photovoltaikanlage gibt es für Anlagenbetreiber zwei Möglichkeiten: Zum einen kann der produzierte Strom gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden und zum anderen kann dieser selbst verbraucht werden.

Um den Eigenverbrauch zu berechnen, muss lediglich der Zählerstand des Einspeisezählers vom Zählerstand des Ertragszählers subtrahiert werden. Der Ertragszähler gibt an, wie viel Strom in der Photovoltaikanlage produziert wurde. Alles, was an Strom nicht bereits genutzt wurde, wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und ist somit vom Einspeisezähler erfasst worden.

Förderung von Photovoltaikanlagen

Eine Photovoltaikanlage rechnet sich. Für Unternehmen sind es klimafreundliche und wirtschaftlich sinnvolle Investitionen, die durch Förderprogramme unterstützt werden. Aktuell kostet eine produzierte Kilowattstunde etwa 10-14 Cent, aus der Steckdose etwa das Dreifache. Dennoch sind die Anschaffungskosten hoch. Neben günstigen Krediten der KfW-Bank, fördern einzelne Bundesländer Photovoltaikanlagen vermehrt und der Staat unterstützt die Produktion von nachhaltigem Strom durch die Einspeisevergütung.

Die KfW-Bank hat einen Förderkredit für erneuerbare Energien mit einem effektiven Jahreszins von 0,55 Prozent. Damit werden Strom und Wärme gefördert, unter anderem Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen.

Auch Banken, wie die die Umweltbank oder die Deutsche Kreditbank (DKB), unterstützen Unternehmen mit speziell zinsgünstigen Krediten für Photovoltaik.

Einzelne Bundesländer haben besondere Förderprogramme und Zuschüsse für die Investition in Photovoltaikanlagen. Unternehmen können sich online in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union informieren.

Förderung: Einspeisevergütung 2021

Wer mit seiner Photovoltaikanlage nicht genutzten Strom weiterleitet, bekommt nach dem EEG eine Einspeisevergütung, um erneuerbare Energien zu fördern. Die EEG-Förderung wird über 20 Jahre gezahlt und bietet somit eine Planungssicherheit.

Dennoch lohnt es sich mittlerweile mehr den eingespeisten Strom selbst zu nutzen, da das günstiger ist als Strom aus dem Stromnetz zu beziehen. Beim Eigenverbrauch fallen weniger Steuern und Umlagen an, die Einspeisevergütung sinkt stetig und Photovoltaik-Module werden immer günstiger, wodurch die Kosten für selbsterzeugten Strom sinken und der Nutzen steigt.

Die Einspeisevergütung ist abhängig von der Menge neu installierter Photovoltaikanlagen. Die Zahlen werden der Bundesnetzagentur gemeldet und diese passt dementsprechend die Sätze für Förderungen an. Dadurch, dass die Anzahl von Photovoltaikanlagen stetig steigt, sinkt im gleichen Zuge die Einspeisevergütung. Seit dem 1. Juli 2021 liegt diese für Anlagen bis 10 Kilowattpeak bei 7,47 Cent pro Kilowattstunde, für größere Anlagen ist die Vergütung noch geringer.

Photovoltaik: Zukunft der Solarenergie

Klimaneutral bis 2050: Durch günstige Solarenergie könnte dieses Ziel jedoch schon viel früher erreicht werden, da Photovoltaikanlagen mittlerweile viel mehr Kilowattstunden zur Verfügung stellen als ursprünglich erwartet. Auch der Durchschnittspreis einer Kilowattstunde ist bereits geringer als angenommen. Wenn weiterhin auf die Optimierung der Technik und günstige Technologie gesetzt wird, gibt es realistische Annahmen, dass Photovoltaik weltweit zur wichtigsten Stromquelle wird. 2050 könnte Photovoltaik in der Stromerzeugung einen Anteil von 30-50 Prozent enthalten.

Auch der Bau neuer Photovoltaikanlagen ist in der Diskussion. So werden beispielsweise Überlegungen getätigt, ob über Autobahnen und in Gewässern Solarpaneele gebaut werden können. Eine Studie der Universität Utrecht hat herausgefunden, dass schwimmende Paneele durchschnittlich rund 13 Prozent mehr Strom erzeugen würden als jene an Land. Über Autobahnen soll die Photovoltaikanlage vor allem E-Autos mit Strom versorgen und die Straßen vor Hitze und Regen schützen. In der Landwirtschaft sind Agrophotovoltaikanlagen teilweise schon im Einsatz. Felder werden zu Solarkraftwerken. Oben wird nachhaltig Strom produziert und unten kann weiterhin Landwirtschaft betrieben werden.

Photovoltaikanlage REWE: Eine Customer-Story

REWE wird mit Solarstrom der eigenen Photovoltaikanlage versorgt – und wir betreuen diese. Bis heute setzen sie auf diese Art der Energieversorgung und erzeugen stetig mehr Strom. Für die REWE Group ist die Photovoltaikanlage Teil ihres Klimaschutzplans, der das Ziel verfolgt bis 2022 die Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche zu halbieren.

„Aufgrund der hohen Anzahl an Sonnenstunden ist der Standort besonders gut für die Nutzung einer Photovoltaikanlage geeignet. Dank der guten Kooperation mit der REWE Fruchtlogistik war es für uns ein leichtes, die Anlage zu planen und umzusetzen", so Jan-Oliver-Heidrich, Projektmanager für Photovoltaik-Lösungen bei EHA.

Saubere Energie für Unternehmen: EHA setzt auf Energieerzeugung durch Photovoltaik

Das Thema Klimaschutz liegt uns als Unternehmen sehr am Herzen. Deshalb setzen wir verstärkt auf Energieerzeugung mittels erneuerbarer Energien neben unseren traditionellen Geschäftsbereichen – dem Energiehandel und der Energieberatung sowie den Netzdienstleistungen. Den Grundstein dazu haben wir bereits 2016 mit dem Einstieg in die Energieerzeugung mit Photovoltaik gelegt und wollen dies auch zukünftig weiter ausbauen.

Wenn Ihr Unternehmen zukünftig auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, sprechen Sie uns gerne an!

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