Power Purchase Agreement: Grünstrom langfristig sichern

Power Purchase Agreement (PPA)
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Dank Power Purchase Agreements können Unternehmen ihre Grünstromversorgung dauerhaft sichern und kalkulierbar machen.

Erfahren Sie in diesem Beitrag alles über die Trend-Lieferverträge.

Definition: Was sind Power Purchase Agreeements?

Die Power Purchase Agreements, kurz PPA, sind langfristige Stromverträge zwischen Stromerzeuger auf der einen und Stromverbraucher oder Stromhändler auf der anderen Seite. Die Stromkaufvereinbarung zwischen Verbraucher und Händler sind oftmals eher langfristiger Natur.

Häufig sind die PPAs ausdrücklich an einen bestimmten Wind- oder Solarpark gekoppelt, aus dem die erzeugte Energie stammen muss. Zum Nachweis dieser Herkunft erwirbt der Abnehmer des Grünstroms neben der eigentlichen Stromlieferung die entsprechenden Zertifikate. Nachdem das PPA in den USA und Skandinavien längst etabliert ist, wird es auch hierzulande ein immer verbreiteteres Instrument zur Vermarktung erneuerbarer Energien. Große Konzerne wie die Deutsche Bahn, der Onlineversandhändler Amazon oder der Werkstoffhersteller Covestro waren in Deutschland die Vorreiter und ihr Beispiel macht Schule.

Warum PPAs? Umwelt schützen & Marktpreisrisiken reduzieren

Abhängig von Regulierung und Marktumfeld können sich unterschiedliche Situationen ergeben, in denen PPAs eine vorteilhafte Form der Finanzierung sind. Wer sich für ein Power Purchase Agreement auf Basis eines neuen Wind- oder Solarparks entscheidet, leistet eine direkte Förderung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und reduziert den Carbon Footprint im Stromsektor. Ein solches PPA gilt gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung als ökologisches Investment und ist damit relevant für die nicht-finanzielle Berichterstattung.

Darüber hinaus haben gerade Unternehmen mit großem Stromverbrauch die Möglichkeit der langfristigen Absicherung gegen Preissteigerungen. Und diese Teuerungen sind angesichts einiger grundsätzlicher Entwicklungen wie Kohleausstieg oder CO2-Bepreisung durchaus zu erwarten.

Power Purchase Agreement als Win-win-Situation

Befeuert wird das Thema Power Purchase Agreement derzeit auch durch das Auslaufen der staatlichen Förderung vieler alter Erzeugungsanlagen. Ab 2021 endet für die ersten großen Anlagenparks die Subventionierung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Deren Betreiber benötigen jetzt für einen profitablen Weiterbetrieb alternative Einnahmequellen zum Beispiel durch direkte Lieferverträge mit Stromverbrauchern. Viele dieser Energieabnehmer wiederum freuen sich über Möglichkeiten, mit denen sie ihre ambitionierten Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Die Energieversorger übernehmen die Abwicklung der Lieferung und ergänzen die Reststrommengen, die nicht aus dem PPA kommen.

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