Prognose EEG und Steuern & Abgaben 2017

Die EEG-Umlage soll steigen – damit auch die Stromkosten?

Prognose EEG und Steuern
Bildquelle: iStock

Bundestag und Bundesrat haben im Juli das Erneuerbare Energien Gesetz 2017 beschlossen und die nächste Phase der Energiewende eingeläutet. Das EEG 2017 bedeutet einen Paradigmenwechsel: Die erneuerbaren Energien sind jetzt reif, sich dem Wettbewerb zu stellen. Das heißt: Die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms wird ab Januar 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Ziel ist es, die Förderung von Neuanlagen kostengünstiger zu gestalten und so die EEG-Umlage zu stabilisieren.

EHA Prognose für Umlagen & Abgaben 2017

Nach unserer aktuellen Prognose steigt die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf gut 7 Cent pro Kilowattstunde Strom. Die Ursache liegt in dem weiter gesunkenen Erlöse am Spotmarkt. Laut Prognosen bleiben Bestandteile, wie z.B. die Offshore-Haftungsumlage und die §19 Abs. 2 StromNEV-Umlagen, wie auch im Vorjahr konstant. Insgesamt rechnet die Bundesnetzagentur derzeit damit, dass die Kosten für die Netzentgelte bis 2022 um 50% ansteigen werden. Dies führt dazu, dass der reine Energiepreis bald weniger als 20% des Gesamtpreises ausmacht.

Doch die finale Festlegung der Abgaben folgt noch. Spätestens am 15. Oktober müssen die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr veröffentlichen.

Hintergrund der Entwicklung der EEG-Umlage

Der Strompreis hängt von vielen Faktoren ab, einer davon ist die EEG-Umlage zur Förderung von sauberem Strom. Aktuell beträgt der Umlagesatz 6,35 ct/kWh. Bezahlen müssen alle Verbraucher mit Ausnahme bestimmter stromkostenintensiver Industrieunternehmen, was immer wieder zu Diskussionen über die Verteilungsgerechtigkeit führt.

Die Höhe der EEG-Umlage bestimmen die Übertragungsnetzbetreiber, die zu diesem Zweck Forschungs- und Beratungsinstitute beauftragen. Diese Institute prognostizieren verschiedene Einflussfaktoren, wie die Höhe der Einnahmen aus dem Verkauf von EEG-Strom, den umlagepflichtigen Letztverbrauch, den Zubau an EEG-Anlagen und den aktuellen Stand des EEG-Kontos.

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Profilbild zu: Franziska Knoblauch

Über die Autorin

Gestartet mit einer kaufmännischen Ausbildung bei EHA, kümmert sich Franziska Knoblauch um die zentralen operativen Themen im Bereich Marketing & Kommunikation. Ihre Schwerpunkte liegen u. a. in der Betreuung des XING Auftrittes von EHA und im Bereich der internen Kommunikation. Zurzeit studiert sie BWL & Wirtschaftspsychologie, um auch bei aktuellen Entwicklungen auf dem neusten Stand zu bleiben und ihre Fähigkeiten und Themenschwerpunkte weiter auszubauen.

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