Markterklärung – Erste von drei Zertifizierungen erfolgt: Smart Meter Gateways für Januar 2019 erwartet

Aktualisiert

Der flächendeckende Umbau von Stromzählern bzw. der Zählerinfrastruktur in Deutschland ist bereits seit Längerem beschlossene Sache. Der Austausch soll gemäß Rollout-Plan des grundzuständigen Messstellenbetreibers erfolgen und auch Zähler von stromerzeugenden Anlagen sind hiervon betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert zunächst Smart-Meter-Gateways nach sehr hohen Sicherheitsstandards. Das erste von drei Produkten, eine gemeinsame Entwicklung von Open Limit und Power Plus Communications, ist jetzt zugelassen worden.

Smart Meter Rollout 2019

Smart Meter Rollout rückt näher – Feststellungserklärung als Startschuss

Wie vom BSI erwartet ist die erste Zertifizierung nun im Dezember 2018 erfolgreich abgeschlossen worden. Zwei weitere sollen zeitnah folgen. Für den Januar 2019 ist eine Marktanalyse durch das BSI erwartet. Stellt die Behörde dann fest, dass drei unabhängige Hersteller zertifizierter Smart Meter Gateways für bestimmte Anwendungsfälle am Markt verfügbar sind, können diese eingesetzt werden, sofern die weiteren prozessualen und eichrechtlichen Anforderungen erfüllt sind.

Wie sieht der Zeitplan für die Umrüstung der Zähler aus?

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass bis Ende 2024 der Großteil der mechanischen Zähler ausgetauscht sein muss. Welcher Verbraucher wann genau vom Austausch betroffen sein wird, kann nicht eindeutig beantwortet werden, da diese Entscheidung im gesetzlich vorgegeben Rahmen den Messstellenbetreibern obliegt.

Generell sollen Zähler basierend auf der im Messstellenbetriebsgesetz (MSbG) festgelegten Staffelung nach Verbrauchs- und Erzeugungsgruppen umgebaut werden:

Wer ist betroffen? Zeitraum der Umrüstung
Letztverbraucher mit einem Jahresstromverbrauch von über 10.000 kWh bis 100.000 kWh.

Anlagenbetreiber mit installierter Leistung zwischen 7 und 100 kW.
Ab offizieller Ankündigung des Smart Meter Rollouts.

Umrüstung bis Ende 2024.
Letztverbraucher mit einem Stromverbrauch von 6.000 – 10.000 kWh.

Anlagenbetreiber mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW pro Jahr.
Schrittweise Ausstattung mit Smart Metern ab 2020 bis 2027.
Letztverbraucher mit einem Jahresstromverbrauch von über 100.000 kWh. Ab offizieller Ankündigung des Smart Meter Rollouts.

Umrüstung bis Ende 2032.
Endverbraucher mit geringerem Jahresstromverbrauch (< 6.000 kWh)

Kleinere Anlagenbetreiber (< 7 kW).
Umrüstung nicht verpflichtend sondern optional.

Müssen Unternehmen ab sofort auf Smart Meter umstellen?

Nein, unter bestimmten Voraussetzungen ist es sogar sinnvoll nicht einfach dem Standard zu folgen sondern, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, alternative Wege zu gehen. Hierfür ist eine kundenspezifische Beratung sinnvoll, welche den Kundennutzen sowie die erzielbaren Mehrwerte in den Vordergrund stellt.

Können Unternehmen dem gesetzlich vorgeschriebenen Austausch zuvorkommen?

Ja. Unternehmen haben die Möglichkeit, einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber mit dem Austausch der bestehenden Zähler zu beauftragen und damit den Zwangsaustausch zu vermeiden. Wer ein freies Messsystem eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers nutzt, genießt dafür Bestandsschutz für acht Jahre ab Einbau. Wenn Sie Fragen zum Messstellenbetriebsgesetz oder dem gesetzlich vorgeschriebenen Austausch von Zählern haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

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