Strompreise 2021: Stromkosten für Unternehmen steigen weiter an

Aktualisiert

Strompreise für Unternehmen – aktueller Stand und Entwicklung
Bildquelle: iStock

Die Strompreise sind in den letzten 10 Jahren stark gestiegen und stellen deshalb eine Herausforderung für Unternehmen dar - besonders aus energieintensiven Branchen.

In Deutschland hat sich seit der Jahrtausendwende der Strompreis mehr als verdoppelt. Vor allem die hohen Steuern und die EEG-Umlage sind dafür ausschlaggebend. Sie machen 54 Prozent des Gesamtbetrages aus. Vergleichsweise waren es im Jahr 2000 gerade einmal 10 Prozent. Seit dem Corona-Tief im letzten Jahr steigt ebenfalls der reine Beschaffungspreis für Strom auf ein immer neues Allzeithoch.

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Energiepreisentwicklung - Wie sehen die aktuellen Energiepreise aus?

Der durchschnittliche Strompreis im Jahr 2021 inklusive der Stromsteuer für Industriestrom liegt laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft bei 19,09 Cent pro kWh. Zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 1,33 Prozent. Bei der Preisermittlung wurden Industriekunden mit einem jährlichen Stromverbrauch zwischen 160.000 bis 20 Millionen kWh Strom betrachtet.

Gut zu wissen: Strompreise werden sehr individuell kalkuliert. Abhängig von Produktionsstandort, Verbrauch und Branche können die Preise variieren.

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Warum sind die Strompreise in Deutschland so hoch?

Der Strommarkt ist seit einigen Jahren im Wandel – was sich auch auf die Entwicklung der Strompreise auswirkt.

Laut EHA-Geschäftsführer Dirk Mithöfer liegt die Ursache dafür unter anderem an den stark ansteigenden CO2-Preisen für die Stromerzeugung. Anders als bei den kürzlich eingeführten CO2-Preisen für Wärme und Verkehr, haben die CO2-Zertifikate im europäischen Emissionshandel keinen festen Preis, sondern werden frei gehandelt. Seit März 2020 hat sich der Preis für die Zertifikate mehr als verdreifacht und wirkt sich somit preissteigernd auf die Strompreise aus.

Ein weiterer Faktor sind die neuen Höchstpreise für die Brennstoffen Gas und Kohle. Durch einen ungewöhnlich langen Winter, niedrige Gasspeicherstände in Deutschland und eine hohe globale Nachfrage hat sich der Gaspreis im Terminhandel beinah verdreifacht. Hohe Gaspreise fördern die Nachfrage nach Kohle, was wiederum die Nachfrage nach CO2-Zertifikaten steigert und somit auch die Strompreise. Denn stromintensive Industrien und Energieunternehmen müssen für ihre Kohlendioxidemissionen Emissionsrechte erwerben, damit Klimaziele erreicht werden können.

Obwohl Erneuerbare Energien einen immer größer werdenden Anteil der Stromerzeugung in Deutschland übernehmen, sind fossile Kraftwerke meist für die Preissetzung auf dem Strommarkt verantwortlich. Durch den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie und Kohleerzeugung fallen außerdem immer mehr günstige Grundlastkraftwerke weg.

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Strompreis: Welche Umlagen ändern sich?

Der Strompreis setzt sich aus vielen Bestandteilen zusammen. Sie lassen sich in die Kategorien

  • Umlagen,
  • Netzentgelte und
  • Energie einteilen.

Besonders die Umlagen spielen bei der Entwicklung des Strompreises eine wichtige Rolle. Hier haben wir die aktuellen Strom-Umlagen für 2021 festgehalten.

Strompreisentwicklung Prognose: Wie entwickeln sich die Strompreise?

Aufgrund verschiedener Faktoren ist es schwierig vorherzusagen, ob die Strompreise langfristig steigen oder fallen werden. Dennoch ist die Tendenz steigend. Der Ausbau des Stromnetzes für die Energiewende wird maßgeblich zum Anstieg der Netznutzungsentgelte beitragen und somit die Entwicklung der Strompreise beeinflussen. Auch bei der KWKG-Umlage sei laut bdew in den nächsten Jahren mit „moderaten“ Preiserhöhungen zu rechnen, da aufgrund des Umstiegs von Kohle auf Erdgas neue Kraftwerke und Gasmotoren vergütet werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass die eingeführte CO2-Bepreisung zu einer weiteren Steigerung der Strompreise führen wird.

Unternehmen sollten sich also besser auf eine weitere Steigerung der Preise einstellen.

Wie können Unternehmen den steigenden Preisen begegnen?

Unternehmen sollten nicht nur auf die Karte Energieeffizienz setzen, sondern sich auch damit befassen, wie sie ihre bestehenden Stromkosten verringern bzw. optimieren können: Mit dem EHA-Effekt kann ein Muster-Gewerbebetrieb bei einem Strombedarf von 66.000 kWh/p. a. hier durch die Optimierung fester Strompreis-Bestandteile jährlich 1.958 Euro einsparen. Jetzt informieren!

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