Zwischenzähler Strom – Untermessung hilft bei Zuordnung des Stromverbrauchs

Aktualisiert

Zwischenzähler Strom – Untermessung sorgt für Transparenz

Gerade für Unternehmen, Produktionsbetriebe, größere Immobilien oder auch Einzelhandelsstandorte gilt: Der Gesamtstromverbrauch, gemessen durch den Hauptzähler, ist häufig wenig aufschlussreich.

Verbrauchsstellen, die nur mit einem Hauptzähler ausgestattet sind, haben beispielsweise keine Möglichkeit, den Stromverbrauch einzelner Unterverbrauchsstellen zu messen und diesen Verbrauch entsprechend zu berechnen oder zu kontrollieren.

Zwischenzähler ermöglichen Zuordnung des Verbrauchs

Damit die Kosten für den Stromverbrauch zum Beispiel einzelnen (vermieteten) Gebäudeteilen oder Produktionsschritten zugeordnet werden können, bedarf es Unterzähler, auch Zwischenzähler genannt.

Die Unterzähler erfassen den Stromverbrauch einzelner Verbraucher (z. B. von der Kühltruhe oder dem Shop-in-Shop-System) und ermöglichen so die exakte Zuordnung des Stromverbrauchs.

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Strom-Untermessung in einem Supermarkt – ein Beispiel

Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es häufig den Fall, dass es neben dem Hauptmieter mehrere Untermieter gibt – wie zum Beispiel einen Floristen, eine Bäckerei oder eine Metzgerei.

Für die Verbrauchsmessung am Standort gibt es aber lediglich einen Hauptzähler, der den Gesamtverbrauch erfasst und einen Zwischenzähler für die Metzgerei, über den der Stromverbrauch der Metzgerei (Beleuchtung, Fleischwolf, Waagen, Schneidemaschinen, Heißluftofen etc.) gemessen wird. Der Florist und die Bäckerei verfügen über keinen eigenen Zwischenzähler.

Unterzähler Strom in einem Supermarkt
Unterzähler Strom in einem Supermarkt

Keine Zwischenzähler = keine Zuordnung

In der beschriebenen Konstellation kann der Stromverbrauch nur für die Metzgerei und für den Standort in Summe nachvollzogen werden. Für die anderen Verbrauchsbereiche ist keine Zuordnung möglich.

Würde der Verbrauch des Floristen und der Verbrauch der Bäckerei jeweils auch über einen Zwischenzähler erfasst, wäre die Zuordnung der anfallenden Kosten für die Betreiber des Supermarktes nicht nur einfacher, sondern auch genauer. Nur mit installierten Zwischenzählern könnten die Kosten detailliert weitergeben bzw. weiterberechnet werden.

Zwischenzähler ermöglichen die Weitergabe von Stromkosten

Lebensmitteleinzelhandels durch den Einbau eines Zwischenzählers eine Untermessung für eine Bäckerei-Filiale, die in einem Untermietverhältnis zu dem Lebensmittelmarkt steht, eingerichtet. Vom jährlichen Stromverbrauch von rund 400.000 kWh konnten so ca. 21.000 kWh der Bäckerei zugeordnet und weiterberechnet werden. Eine erhebliche Kosteneinsparung für den Lebensmitteleinzelhändler.

Das Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels lässt sich auch eins zu eins auf größere Immobilien oder Produktionsstätten übertragen, das Ergebnis bleibt dasselbe: Erhöhte Transparenz bei der Zuordnung des Stromverbrauchs.

Stromzwischenzähler decken Einsparpotenziale auf

Nicht selten lassen sich durch eine Untermessung auch deutliche Einsparpotenziale einzelner Unter-Verbrauchsstellen aufdecken.

Durch den Einsatz von Smart Metern wird die Chance Einsparpotenziale aufzudecken sogar noch erhöht.

Beispielhafte Darstellung eines Messkonzeptes für die energetische Infrastruktur eines Unternehmens inkl. Ladeinfrastruktur E-Mobility
Beispielhafte Darstellung eines Messkonzeptes für die energetische Infrastruktur eines Unternehmens inkl. Ladeinfrastruktur E-Mobility

Zwischenzähler im Rahmen eines Messkonzeptes planen

Damit der Einsatz von Zwischenzählen für Unternehmen möglichst mehrwertig ist, bedarf es einer entsprechenden Planung. Idealerweise werden Zwischenzähler in einem Messkonzept für die gesamte energetische Infrastruktur der Abnahmestelle integriert.

Im dargestellten Beispiel gibt es Zwischenzähler für unterschiedliche Letztverbraucher, wie eine Bäckerei in einem Geschäft des Lebensmitteleinzelhandels oder auch die Ladeinfrastruktur für E-Autos auf dem Parkplatz.

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Pooling – Mehrere Stromzähler zusammenlegen

Eine ebenfalls häufig auftretende Herausforderung in Unternehmen, die den Aufbau eines umfassenden Energiecontrollings erschwert, ist der Fall, dass es innerhalb einer Liegenschaft mehrere Stromzähler für unterschiedliche Gebäudeteile gibt, deren einzelne Verbrauchsmessung keinen Mehrwert bietet. Hier bietet das sogenannte Pooling, also die virtuelle Zusammenlegung von Stromzählern Abhilfe.

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